AOK 15 - KVA B - Freie Küste
Der Abschnitt Freie Küste erstreckt sich von der Grenze zu Belgien bis vor die Tore der Festung Dünkirchen. Am Strand finden sich zahlreiche Stützpunkte und Widerstandsnester. Im Hinterland wurden zudem mehrere Batterie errichtet die die Strände bei einer möglichen Landung hätten unter Feuer nehmen sollen. Hier zeigt sich die grundlegend unterschiedliche Strategie der Truppenteile. Während die Marine ihre Batterien direkt an der Küste errichteten, wie etwas die Marine Küstenbatterie Malo Terminus, baute das Heer im Hinterland um die angelandeten Truppen auf dem Strand bekämpfen zu können.
   
Stp. Bruno
Der Stützpunkt Bruno liegt heute zum Teil auf dem flachen Stand, zum Teil in den Dünen dahinter. Die erste Linie der ehemaligen Verteidigung ist bereits freigespült, der Leitstand des Typs 636 hält sich seit einigen Jahren an der Dünenkante. Die drei Mannschaftsbunker des Typs 621 liegen in den Dünen versunken, ebenso der flankieredn zum Strand errichtete Regelbau des Typs 506 für 4,7 cm Festungs-PAK.
   
WN Bremen
Das Widerstandsnest Bremen ist heute fast vollständig verschunden. Der Doppelschartenstand des Typs 219 liegt gesprengt auf dem Strand. Der ehemalige Unterstand ist nur noch ein Haufen Betontrümmer und der Tobruk droht engültig im Sand zu verschwinden.
   
MKB Malo Terminus
Auf dem Gelände eines ehemaligen Küstenforts (Batterie de Zuydcoote) mit vier Geschützen entstand die Batterie Malo Terminus mit ihrem markant auf den Dünen gelegenen Leitstand des Typs M 162a sowie den vier heute an der Wasserlinie liegenden Geschützbunkern des Typs 671.
 
WN Darmstadt
Dieses aus einem Regelbau 219 und einem Unterstand bestehende Widerstandsnest schloss sich westlich an die Batterie Malo Terminus an. Der Regelbau 219 ist noch gut erhalten, wenn auch im Sand eingesunken, der Unterstand aus Beton über einer Wellblechschalung ist hingegen weitgehend im Sand verschwunden.
 
Stp. Dalie
Der Stützpunkt Dalie liegt auf dem Gelände des ehemaligen Fort de Dunes östlich von Leffrinsckoucke und beherbergt heute eine Schießanlage. Neben dem Heeresregelbau des Typs 612 mit Schussrichtung Westen sind noch ein Sockel für ein FuMO des Typs Würzburg Riese sowie eine Flakbettung vorhanden.